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Tarifpolitik

Meilensteine deutscher Chemie - Tarifpolitik
2003 Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“ und Tarifvertrag zur Qualifizierung
Zusätzlich gibt es eine Tarifoption für Langzeitkonten
2002 Modernisierung des Bundesentgelttarifvertrages (BETV) aus dem Jahre 1988
Modernisierung zum Beispiel in der Definition der Tarifgruppen und Richtbeispiele. Öffnungsklausel für erfolgsabhängige Gestaltung der Jahresleistung
2000 Tariföffnungsklausel
Öffnungsklausel zur Absenkung der Chemietarife gegenüber tarifkonkurrierenden Bereichen
1999 Altersteilzeittarifvertrag
Der Geltungsbereich des Altersteilzeittarifvertrages wird auf die gesamte Bundesrepublik Deutschland ausgedehnt. Inkrafttreten des Tarifvertrages über vermögenswirksame Leistungen und Altersvorsorge. Abgesenkte Einstiegstarife für Langzeitarbeitslose.
1998 Entgeltkorridor
Einführung des Entgeltkorridors mit der Möglichkeit der Absenkung der Tarifentgelte bis 10 %; zudem die Einführung des Tarifsplittings.
1997 Tariföffnungsklausel
Zur Sicherung und Stärkung des Standortes Deutschland können Betriebsrat und Arbeitgeber Entgelte befristet um bis zu zehn Prozent absenken. Im Gegenzug sollen Arbeitnehmer besser als bisher am wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens beteiligt werden.
1996 Förderung der Altersteilzeit; Stellenmoratorium
Die Chemiearbeitgeber sagen zu, ein Jahr lang keine Stellen mehr abzubauen. Dies wird eingehalten. Das Nettoentgelt bei der Altersteilzeit wird auf 85 % aufgestockt. Dies entspricht einer Verbesserung von 15 % gegenüber der gesetzlichen Regelung.
1996/95

Ausbildungsplatzinitiative
In beiden Tarifverhandlungen wurde von Arbeitgeberseite eine prozentuale Steigerung des Ausbildungsplatzangebotes zugesagt. In NRW bedeutete dies eine Steigerung der Ausbildungsplätze von über 20 Prozent, von 1544 in 1994 auf 1901 in 1996.

1994 Arbeitszeitflexibilisierung / Arbeitszeitkorridore
Die tariflich festgelegte Jahresarbeitszeit kann auf Dauer über- oder unterschritten werden. Statt der vereinbarten 37,5 Stunden pro Woche kann bei vollen Auftragsbüchern bis zu 40, bei schwacher Auftragslage nur 35 Stunden pro Woche gearbeitet werden. Zur Wiedereingliederung können Langzeitarbeitslose oder auch Berufsanfänger um bis zu 10 Prozent unter Tarif eingestellt werden.
1993 Arbeitszeitverkürzung
Arbeitszeitverkürzung von 39 auf 37,5 Wochenstunden. Einführung eines Arbeitszeitkorridors von +/- 2 Stunden. Reduzierung der Altersfreizeiten.
1992 Veränderung der Entgeltgarantiestaffeln
Veränderung der Entgeltgarantiestaffeln und –sätze im Bundesentgelttarifvertrag (BETV).
1990 Vier-Punkte-Vereinbarung
Vier-Punkte-Vereinbarung der Chemie-Sozialpartner zur gesamtdeutschen Entwicklung.
1989 Teilzeitarbeit
Zum ersten Mal wird in der Bundesrepublik Teilzeitarbeit tariflich geregelt und ein Berufsbildungsrat für Aus- und Fortbildung vereinbart.
1988 Gemeinsames Einkommenssystem für Arbeiter und Angestellte
Dieser "Jahrhundertvertrag", wie er damals von allen Seiten bezeichnet wurde, machte Schluss mit überholten und ungerechtfertigten Statusunterschieden zwischen "Blaumännern" und "Weißkitteln".
  Letzte Änderung: 20.04.2007 © Chemieverbände NRW 2003