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Die Branche stagniert

05. März 2004

 

Das Statistische Bundesamt hat im Februar 2004 die bereits seit längerem erwartete Revision der amtlichen Statistik zu Produktion, Produktivität und Lohnstückkosten veröffentlicht. In diesem Zusammenhang wurden die entsprechenden Indizes in der amtlichen Berichterstattung auf das neue Basisjahr 2000 umgestellt. Wie in den vergangenen Jahren mehrfach berichtet, vermuteten der Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC) genau so wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI), dass die bisher veröffentlichten amtlichen Zahlen die Produktionsentwicklung in der Chemie tendenziell zu positiv darstellten. Diese Einschätzung hat sich nunmehr bestätigt.

Produktion schwächer

Der insbesondere für das Jahr 2002 in der bisherigen amtlichen Produktionsstatistik ausgewiesene sehr hohe Wachstumswert für die chemische Industrie von über 6 vH wurde durch das Statistische Bundesamt nunmehr auf 3,8 vH nach unten korrigiert. Die Entwicklung des Jahres 2001 hingegen blieb mit -1,9 vH deutlich negativ. Das für das vergangene Jahr 2003 ursprünglich ausgewiesene Wachstum von 0,2 vH wurde nunmehr sogar auf eine Stagnation (±0 vH) revidiert. Die konjunkturelle Entwicklung in der chemischen Industrie hat damit in den vergangenen drei Jahren im Schnitt praktisch stagniert. Das Produktionsniveau schwankte in der saisonbereinigten Betrachtung im Jahr 2003 um einen Indexwert von 100 und lag damit auf dem Niveau des Ausgangsjahres der Indexberechnung 2000.

 

Produktivität bleibt zurück

Durch diese schwächere   Produktionsentwicklung waren auch die bisherigen Werte zur Entwicklung der Produktivität zu hoch. Nunmehr steht für das Jahr 2001 ein Rückgang der Produktivität um 1,2 vH, für das Jahr 2002 ein Anstieg von 4,2 vH und für das Jahr 2003 mit 0,1 vH eine Stagnation in den Büchern. Von 2000 bis 2003 stieg die Produktivität der chemischen Industrie in Deutschland damit insgesamt nur um 2,9 vH. Der Anstieg der Tarifentgelte in der Branche war in diesem Zeitraum mehr als dreimal so hoch.

 

Lohnstückkosten steigen

Mit der Entwicklung der Produktivität verknüpft ist auch die Veränderung der Lohnstückkosten. Nach den nun veröffentlichten Daten stiegen sie in der chemischen Industrie im vergangenen Jahr um 2,3 vH.

Bei Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Uwe Wäckers
Chemieverbände NRW
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ivo-Beucker-Str. 43
40237 Düsseldorf
Fon: 0211 / 679 31 44
Fax: 0211 / 679 31 88
E-Mail: waeckers@nrwchemie.de

 

 

 

  Letzte Änderung: 05.03.2004 © Chemieverbände NRW 2003