| Pressemitteilung
Betriebsräte der Chemie tagten
zum Thema Umweltschutz
Düsseldorf
(wae) - 25 Betriebsräte/-innen aus NRW trafen sich vom 07.-09.Juli
2003 für drei Tage im Rahmen eines GIBUCI-Seminares (Gesellschaft
zur Information von Betriebsräten über Umweltschutz in
der Chemischen Industrie) in Düsseldorf, um sich über
aktuelle umweltrelevante Themen der Chemischen Industrie auszutauschen.
Ausrichter waren die IGBCE (Industriegewerkschaft Bergbau Chemie
und Energie), der BAVC (Bundesarbeitgeberverband Chemie), und die
Chemieverbände Nordrhein-Westfalen.
Themen an diesen Tagen waren Emissionen und Immissionen sowie der
Neuordnungsentwurf zur EU-Chemikalienpolitik. Um das Seminar jedoch
nicht nur mit theoretischen Inhalten zu füllen, wurde am zweiten
Seminartag im Rahmen einer Exkursion das Kraftwerk von Henkel auf
dem Gelände in Holthausen besichtigt. Dort hatten die Seminarteilnehmer/-innen
die Gelegenheit das EFÜ-System, ein System zur Onlineübermittlung
von Emissionsdaten an Behörden, in der Praxis zu erleben.
Am dritten Seminartag beschäftigten sich die Teilnehmer/-innen
mit der Neuordnung der EU-Chemikalienpolitik. Nach mehreren Referenten
wurde in verschiedenen Arbeitsgruppen über die Inhalte der
geplanten Neuordnung diskutiert. Letztendlich kamen die Betriebsräte
zum Ergebnis, dass es in der nächsten Zeit elementar wichtig
sein wird, die verschiedenen Gesprächspartner in konstruktiver
Weise zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Die eigentlichen Ziele
der Neuordnug der Chemikalienpolitik werden von allen Akteuren befürwortet,
sind nur leider im derzeitigen Neuordnungsentwurf nicht hinreichend
berücksichtigt worden. Nun ist es aus Sicht der Betriebsräte/-innen
an der Zeit, dass sich die Akteure von der sehr emotional geführten
Diskussion in eine sachliche und auf Zusammenarbeit ausgerichtete
Ebene verlagern um das Endergebnis so auszugestalten, dass die gewünschten
Ziele erreichbar sein können. Als ein wesentliches Ziel sahen
die Betriebsräte/-innen dabei in der Verbesserung des Gesundheitsschutzes
unter gleichzeitiger Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
in Europa. Dieses Ziel ist von allen Teilnehmern als am schwierigsten
umsetzbar beurteilt worden, darf jedoch nicht aus den Augen verloren
werden, wenn es langfristig zu einer guten und praktikablen Neuordnung
kommen soll.
Das Seminar wurde insgesamt geprägt durch intensive Diskussionen,
wobei die Seminarteilnehmer/-innen jederzeit sehr deutlich machten,
dass Umweltschutz ein sehr wichtiges Themenfeld der Chemischen Industrie
ist und den Seminarteilnehmern eine sinnvolle und zielführende
Umsetzung in diesem großen Themenfeld sehr am Herzen liegt.
Bei Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Kontakt:
Chemieverbände NRW
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Uwe Wäckers
Tel.: 0211 / 67 93 144
Fax: 0211 / 67 93 188
Mobil: 0179 / 13 652 52
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