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Pressemitteilung
Tarifabschluss in der Chemischen Industrie
Die Chemie-Arbeitgeber und die
IG BCE einigten sich am 8. Mai in Lahnstein auf ein umfangreiches
Tarifpaket. Es enthält neben einer Tariferhöhung von 2,6
Prozent mit einer Einmalzahlung und einem neuen Tarifvertrag für
mehr Ausbildungsplätze, zwei innovative Tarifoptionen zur Qualifizierung
und Bildung von Langzeitkonten.
Damit haben die Chemie-Tarifparteien die Modernisierung ihres Flächentarifsystems
fortgesetzt.
Die zentralen Bestandteile des Tarifpakets:
Erhöhung der Entgelte
Die Tarifentgelte werden nach einer Einmalzahlung von 40 Euro im
ersten Monat um 2,6 Prozent erhöht. Die Prozenterhöhung
tritt in Nordrhein ab 1. Mai 2003 in Kraft. Die neuen Tarifverträge
haben eine Gesamtlaufzeit von 13 Monaten. Durch die Einmalzahlung
und die 13-monatige Laufzeit beträgt die Gesamtbelastung für
die Unternehmen 2,3 Prozent.
Steigerung der Ausbildungsplätze
Mit einem neuen, bis ins Jahr 2007 reichenden Tarifvertrag "Zukunft
durch Ausbildung" wollen die Chemie-Tarifparteien dem demographisch
bedingten Anstieg der Schulabgängerzahlen begegnen. Für
das Ausbildungsjahr 2004 verpflichten sich die Chemiearbeitgeber
das Ausbildungsangebot um 1,7 Prozent zu erhöhen werden.
Hans Jürgen Mittelstaedt, Hauptgeschäftsführer der
Chemieverbände NRW: "Die chemische Industrie hat seit
1997 stetig Ihr Ausbildungsplatzangebot erhöht. Wir haben uns
damit bereits in der Vergangenhgeit der gesellschaftspolitischen
Herausforderung erfolgreich gestellt. Die Chemie-Tarifparteien haben
dadurch als erste den Appell der Ausbildungsoffensive der Bundesregierung
und der Spitzenverbände umgesetzt und sind anderen Branchen
mit gutem Beispiel vorangegangen. MIt der neuen tariflichen Regelung
wollen wir diesen Weg auch in der Zukunft konsequent weitergehen."
Tarifvertrag zur Qualifizierung
Mit einem neuartigen Qualifizierungs-Tarifvertrag, der am 1.Januar
2004 in Kraft tritt, wird eine Option zum Abschluss von freiwilligen
Betriebsvereinbarungen über Qualifizierungsmaßnahmen
geschaffen. Ebenso ermöglicht eine weitere tarifvertragliche
Option die Bildung von Langzeitkonten. Diese können unter anderem
zur Qualifizierung und für die Freistellung vor der Altersrente
eingesetzt werden.
Detaillierte Informationen zum Tarifabschluss in der chemischen
Industrie finden Sie beim Bundesarbeitgeberverband
Chemie (BAVC)
Kontakt:
Chemieverbände NRW
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Uwe Wäckers
Tel.: 0211 / 67 93 144
Fax: 0211 / 67 93 188
Mobil: 0179 / 13 652 52
e-mail: waeckers@nrwchemie.de
Homepage: www.nrwchemie.de
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