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Pressemitteilung

8.Mai 2002

Schüler für die Chemie begeistern!
- Bildungsinitiative Chemie will attraktiven Chemieunterricht -

Haltern: Die Chemische Industrie sucht nach neuen Wegen, die Naturwissen-schaften für junge Menschen interessanter zu machen. Eine Workshopveranstal-tung der Bildungsinitiative Chemie bildete den Auftakt für Nordrhein-Westfalen. Ziel der Initiative ist es, den Stellenwert des Chemieunterrichts an den Schulen zu erhöhen und das Fach Chemie attraktiver zu machen. Die Bildungsinitiative will einen spannenden und interessanten Unterricht fördern, der das Interesse der Schülerinnen und Schüler weckt. Organisatoren sind der Bundesarbeitgeberver-band Chemie e.V. (BAVC), die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), der Verband der Chemischen Industrie e. V. (VCI) sowie die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).

Rund 100 Vertreter aus den Bereichen Bildungspolitik, Schule, Wirtschaft und Gewerkschaft diskutierten im Bildungszentrum der Chemiegewerkschaft am Halterner See über die Zukunft der naturwissenschaftlichen Bildung. "Es ist beunruhigend, dass das Interesse an Naturwissenschaften und speziell am Fach Chemie bei Schülern ständig abnimmt", stellte Dr. Friedrich Karl Weinspach, Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände NRW, fest. Dies zeige sich an der Belegung entsprechender Leistungskurse an den Gymnasien ebenso wie an den schwachen Studienanfängerzahlen in chemienahen Studiengängen. Die rückläufige Zahl der Studienanfänger sei alarmierend: Waren es 1991 noch 6.000, so seien es heute nur noch 4.500 junge Menschen, die sich für ein Studium der Chemie entscheiden.
Auch bei den naturwissenschaftlichen Ausbildungsberufen in der chemischen Industrie ist laut Dr. Weinspach die Zahl interessierter und qualifizierter Bewerber nicht ausreichend. "Ungefähr jeder siebte Betrieb konnte im Jahr 2000 offene Ausbildungsstellen nicht besetzen. Auf zehn offene Stellen kommt grob gerechnet eine vergebliche Suche, so der Chemievertreter.
Die Chemieverbände forderten, dass der Unterricht in Naturwissenschaften an allen Schultypen den gleichen Stellenwert haben solle wie die sprachliche Bildung. Außerdem müsse eine kontinuierliche, naturwissenschaftliche Bildung von Klasse fünf bis zum Abschluss an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien sicher gestellt werden. Auch im Grundschullehrplan sollten die naturwissenschaftlichen Inhalte verstärkt werden. Gerade im Grundschulalter sei das Interesse an Naturphänomenen besonders ausgeprägt.
Hierfür sei eine entsprechende personelle und materielle Ausstattung an den Schulen erforderlich. Nur damit ließen sich Naturwissenschaften auch praktisch, d. h. im Rahmen von experimentellem Unterricht, erlernen.
Ziel der Bildungsinitiative Chemie ist es, den Stellenwert des Chemieunterrichts an den Schulen zu erhöhen und das Fach Chemie attraktiver zu machen. Die Bildungsinitiative will einen spannenden und interessanten Unterricht fördern, der das Interesse der Schülerinnen und Schüler weckt. Deshalb hat die Bildungsinitiative Chemie eine Auswahl modellhafter Beispiele aus der schulischen Praxis zusammengestellt. Sie dient als
Ideenpool zur Nachahmung. Die Bildungsinitiative Chemie ist eine gemeinsame Initiative der Chemiearbeitgeber, der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) sowie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh).
Die Bildungsinitiative Chemie setzt auf den Dialog mit allen an der Aus- und Weiterbildung Beteiligten: Lehrer, Eltern, Schüler, Bildungspolitiker, Wissenschaftler und Praktiker aus Unternehmen sollten gemeinsam innovative Ansätze für praxisnahen und lebendigen Unterricht entwickeln.
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Kontakt:
Chemieverbände NRW
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Norbert Minwegen
Tel.: 0211 / 67 93 144
Fax: 0211 / 67 93 188
Mobil: 0172 / 85 700 71
e-mail: minwegen@nrwchemie.de
Homepage: www.nrwchemie.de

 

  Letzte Änderung: 23.05.2003 © Chemieverbände NRW 2003