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Pressemitteilung
22. April 2002
Chemieindustrie Nordrhein-Westfalen Frühjahrsmüde
- Leichte Trendwende im Bereich
der Produktion lassen Hoffnung auf gutes drittes Quartal 2002 steigen
-
Düsseldorf: Der Konjunktureinbruch
des Jahres 2001 hat die Chemie in Nordrhein-Westfalen früher
und heftiger erwischt als andere Wirtschaftszweige. So ist der Chemieumsatz
2001 um 3 Prozent auf 44,1 Mrd. Euro abgesackt. "Es zeigen
sich erste Lichtblicke einer konjunkturellen Erholung. Jedoch ist
es ein langer Weg, um aus der Talsohle wieder nach oben zu gelangen!"
so Dr. Michael Schulenburg, Vorstandsvorsitzender VCI NRW anlässlich
des Wirtschafts-pressegesprächs im Industrieclub Düsseldorf.
Nachdem die Branche sich seit Mitte 2001 dem Sog der weltwirtschaftlichen
Talfahrt nicht entziehen konnte, erwartet die Chemieindustrie in
Nordrhein-Westfalen abermals ein schwieriges Geschäfts-jahr.
Mit einem Aufschwung rechnet die Branche frühestens im dritten
Quartal 2002.
"Die Konjunktur der Chemie ist schon seit Ende des zweiten
Quartals 2001 im Minus", so Dr. Schulenburg. Die Chemische
Industrie ist seit Frühjahr 2001 in eine starke Konjunkturflaute
geraten. Nach den neuesten Zahlen ist die Produktion in NRW im vergangenen
Jahr um 4,8 Prozent gesunken. Gleichwohl will die nordrhein-westfälische
Chemie im laufenden Jahr wieder mehr investieren. Einige Investitionen
werden auch zu neuen Arbeitsplätzen führen, wobei fast
die Hälfte in den Bereich der Ersatz-Investitionen fließen
werden. Dies folgt aus der Frühjahrsumfrage der Chemieverbände
NRW, die für den Bereich Nordrhein durchgeführt wurde.
Die Erträge werden im ersten Halbjahr 2002 hinter den Zahlen
des Vorjahres zurückbleiben. "Dabei stellt sich die Branche
zweigeteilt dar: die Pharmaunternehmen beurteilen die Geschäfts-
und Ertragslage besser als Unternehmen der klassischen Chemie wie
Farben- oder Faserproduzenten", so Dr. Michael Schulenburg.
Wie der Branchenverband im stärksten deutschen Chemie-Bundesland
mitteilte, ist im Jahr 2001 der Chemieumsatz um 3 Prozent auf 44,1
Mrd. Euro gesunken, 21 Mrd. Euro seien auf das Auslandsgeschäft
entfallen. Gleichzeitig stiegen die Lohnstückkosten um 3,8
Prozent. Diese Landeszahlen seien, so Dr. Friedrich Karl Weinspach,
Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände NRW, deutlich
schlechter als in den übrigen Bundesländern, aber auch
schlechter als der Industriedurchschnitt.
Kontakt:
Chemieverbände NRW
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Norbert Minwegen
Tel.: 0211 / 67 93 144
Fax: 0211 / 67 93 188
Mobil: 0172 / 85 700 71
e-mail: minwegen@nrwchemie.de
Homepage: www.nrwchemie.de
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