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Pressemitteilung

Düsseldorf, 29. November 2001

Chemieverbände NRW begrüßen Erlass der Landesregierung zu ISO 14001

Mehr Effizienz im Umweltschutz angemahnt

Düsseldorf - Künftig erhalten Chemieunternehmen, die nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifiziert sind, Erleichterungen bei der Überwachung ihrer Anlagen. Der heute veröf-fentlichte Erlass verringert staatliche Kontrollen und Messungen unter Beibehaltung des Sicherheitsstandards der chemischen Industrie. Damit wird der betriebliche und behördliche Verwaltungsaufwand reduziert. Doppelte Anzeige-, Mitteilungs- und Berichtspflichten für Chemieunternehmen entfallen.
Die Chemieverbände begrüßen diesen vom nordrhein-westfälischen Umweltministerium veröffentlichten Erlass zu ISO 14001. Er ist das Ergebnis intensiver Gespräche zwischen Umweltministerium und Chemieverbänden. In den Gesprächen hatte die Chemie darauf gedrungen, Erleichterungen auch für ISO 14001 zertifizierte Unternehmen zu erhalten. Verwaltungsvereinfachungen gelten bereits für ökoauditierte Unternehmen.
Dr. Friedrich Karl Weinspach, Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände NRW: "Wir sind froh, diese grundsätzliche Anerkennung erreicht zu haben. Auch wenn wir uns weitere Vollzugserleichterungen vorstellen können, ist dies doch ein weiterer Schritt in die richtige Richtung."
Umweltmanagementsysteme könnten dazu beitragen, die Eigenverantwortung der Unternehmen zu stärken und Bürokratie abzubauen. Ziel des Erlasses ist es deshalb, staatliche Kontrollen und Messungen zu verringern sowie doppelte Anzeige-, Mitteilungs- und Berichtspflichten für die Unternehmen zu vermeiden.
Materielle Umweltstandards werden nicht in Frage gestellt. Dr. Weinspach: "Wir brauchen auf beiden Seiten, bei Behörden und Unternehmen, mehr Effizienz im Umweltschutz."
Eine völlige Gleichstellung von EMAS und ISO 14001 konnte jedoch nicht erreicht werden, weil beide unterschiedliche Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem stellen. Dr. Weinspach: "Vielen Unternehmen geht das Erreichte noch nicht weit genug. Aber wir stoßen hier an Gesetzesgrenzen. Wir würden uns wünschen, dass sich hier die Landesregierung initiativ dafür einsetzt."
Zugleich dankte der Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände für die konstruktiven Gespräche mit dem Umweltministerium: "Wir haben in diesem Jahr viele Türen aufgestoßen und sind manches Thema angegangen. Nicht alles ist bereits so weit gediehen wie dieser Erlass. Wir sind aber zuversichtlich, dass ein vertrauensvolles Klima des offenen Dialogs der richtige Weg ist, um gemeinsam nach Problemlösungen zu suchen."
Eine Fortführung der Gespräche soll deshalb dazu beitragen, im Sinne von Responsible Care, der weltweiten Initiative der Chemischen Industrie, für eine nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Behörden und Unternehmen zu sorgen, die den Zielen dient, die Umwelt zu schützen, die Beschäftigung in der Chemischen Industrie zu sichern und den Chemiestandort NRW zu stärken.


Kontakt:
Chemieverbände NRW
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Norbert Minwegen
Tel.: 0211 / 67 93 144
Fax: 0211 / 67 93 188
Mobil: 0172 / 85 700 71
e-mail: minwegen@nrwchemie.de
Homepage: www.nrwchemie.de

 

  Letzte Änderung: 23.05.2003 © Chemieverbände NRW 2003