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Pressemitteilung
"B2B" - Flott, billig, einfach ?!
Immer mehr (Chemie)Firmen setzen auf den lukrativen Internethandel
zwischen Unternehmen
Im Online-Geschäft zwischen Unternehmen (B2B) wechseln mit geringem
Aufwand gewaltige Summen und Warenbestände den Besitzer - schnell,
unbürokratisch und daher kostengünstig. Die B2B-Umsätze in Deutschland
werden nach Expertenmeinung bis zum Jahr 2004 auf rund 850 Milliarden
Mark steigen. Dahinter bleiben Geschäfte mit dem Einzelkunden (B2C
= business to consumer) bisher weit zurück. B2B wächst seit Mitte
vergangenen Jahres in Deutschland rasant. Immer mehr Unternehmen
bauen elektronische Handelswege auf.
Aus diesem Grund hatte der VCI Landesverband NRW dieses Thema für
eine Informationsveranstaltung aufgegriffen. "E-Commerce in der
chemischen Industrie" lautete die Überschrift, die über achtzig
Vertreter vor allem mittelständischer Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen
anlockte. "Der direkte Kontakt, die schnelle Verbindung zu den Geschäftspartner
und die Verknüpfung mit den modernen Prozessleitsystemen bringt
den Vorsprung", so erklärt sich Martin Sträßer, stellv. Geschäftsführer
VCI LV NRW, das besondere Interesse an dem Thema. Die Zahlen in
der Chemiebranche sprechen zudem für sich: wurden 1999 nur 11 Mrd.
Mark Chemie-Umsatz im Bereich B2B erwirtschaftet, so sollen es 2004
rund 76 Mrd. Mark Chemie-Umsatz sein.
"E-Commerce betrifft die gesamte Wertschöpfungskette vom Einkauf
bis zum Vertrieb", umschrieb Johann-Peter Nickel, der beim VCI in
Frankfurt das Thema E-Commerce koordiniert, in seinem Einführungsvortrag
das Spektrum der Möglichkeiten. Dies wurde auch im Verlauf der Nachmittags
durch zwei Vorträge aus der Praxis deutlich. So berichtete Werner
Borschbach von den Investitionen der Bayer AG im Bereich des B2B.
Dr. Peter Schulz, InfraServ, stellte das Beispiel "ChemSupply" als
eine von zahlreichen professionellen Beschaffungsdienstleistungen
für die chemische Industrie vor.
Neben den Chancen griff die Veranstaltung aber auch Risiken des
neuen Mediums auf und bemühte sich, Antworten auf offene Fragen
zu geben. So erläuterte Peter Braun aus der Rechtsabteilung des
VCI in Frankfurt aktuelle Rechtsprobleme beim E-Commerce. Sein Vortrag
machte aber deutlich, dass das bisherige Vertrags-, Wettbewerbs-
und Werberecht weitegehend auch auf den elektronischen Handeln anwendbar
sei. Von der in Deutschland noch umzusetzenden EU-Richtlinie über
den elektronischen Geschäftsverkehr sind darüber hinaus weitere
Vorschriften zu erwarten. Dazu zählt die Information über den Diensteanbieter
(z.B. Name, Adresse, Handelsregister- und Mehrwertsteuer-Identifikationsnummer)
und das Zustandekommen eines elektronischen Vertragsabschlusses
(technische Schritte, Mittel zur Erkennung und Korrektur von Eingabefehlern,
Speichern von AGB). Dem verbesserten Verbraucherschutz (z.B. Widerrufs-
und Rückgaberecht) gilt zudem das deutsche Fernabsatzgesetz. Steuerliche
Fragen blieben bei der Informationsveranstaltung des VCI NRW bewusst
unberücksichtigt. "Hier hinkt der Gesetzgeber der Technik noch hinterher,"
begründete Nickel die vorläufige Zurückhaltung des Verbandes.
Der VCI beabsichtigt aufgrund der guten Nachfrage in den nächsten
Monaten ähnliche Veranstaltungen in allen Landesverbänden anzubieten.
Darüber hinaus finden sich im Intranet-Angebot des VCI unter dem
Thema E-Commerce weitere ergänzende Informationen zum Thema. Fragen
beantwortet beim VCI in Frankfurt auch Johann-Peter Nickel - natürlich
auch per e-mail.
Pressemitteilung vom
Bei Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:
Norbert Minwegen
Presse- und Öffentlichkeitsabteilung der Chemieverbände
NRW
Ivo-Beucker-Str. 43, 40237 Düsseldorf
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E-Mail: minwegen@nrw.vci.de
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