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300 Lehrerinnen und Lehrer kamen zum 18. Lehrerkongress der Chemieverbände NRW

Düsseldorf, 27.9.2010

Zu Beginn präsentierte Herr Peter Walosek  in einer Preview die neue Informationsserie des Fonds der chemischen Industrie. Die Serie wurde vom Industrieverband Agrar gefördert und wird gegen Ende 2010 den Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung stehen.

Im Anschluss kam es zum traditionellen Austausch der Teilnehmer mit dem Schulministerium. In diesem Jahr ließ es sich die neue Schulministerin Sylvia Löhrmann nicht nehmen, trotz prallgefülltem Terminkalender, die Lehrerinnen und Lehrer persönlich zu begrüßen. Nach einem kurzen Grußwort stellte Sie sich fast 45 Minuten den Fragen der Teilnehmer. Dort ging es neben aktuellen Themen wie der Gemeinschaftsschule auch um chemie- und naturwissenschaftliche Fragen aus dem Schulalltag. Sie stellte sich sehr engagiert der Diskussion mit den Lehrerinnen und Lehrern und machte aber auch deutlich, dass Sie nicht zu jeder spezifischen Fragestellung aussagefähig ist. „Die Chemie stimmt zwischen Industrie und Chemielehrern“, stellte Sie zufrieden fest. Sie dankte den vielen Teilnehmern für ihr Engagement und die Teilnahme an dieser Wochenendfortbildungsveranstaltung und dankte den Ausrichtern für dieses Fortbildungsangebot.  
   

Bild: Sylvia Löhrmann

Ministerin für Schule und Weiterbildung in NRW

 

Nach der Schulministerin begrüßte der Vorstandsvorsitzende des VCI NRW, Dr. Klaus Schäfer, die Lehrerinnen und Lehrer und dankte der Ministerin für ihre Teilnahme. Insbesondere zu Beginn ihrer noch jungen Amtszeit, wird das Ringen um die Ministerin für eine Priorisierung bei der Wahrnehmung von Terminen sorgen müssen. Dr. Schäfer freute sich umso mehr, dass die Ministerin sich an diesem Tag für den Lehrerkongress der Chemieverbände NRW entschieden hat.  Er dankte aber auch den vielen Lehrerinnen und Lehrern für ihr Engagement, das sich auch in einer Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung am Wochenende deutlich zeigt.

Bild: Dr. Klaus Schäfer, Currenta

Vorstandsvorsitzender VCI NRW

   

  

Danach feuerten Gregor von Borstel, Lehrer für Chemie/Geschichte am Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Bornheim, und Manfred Eusterholz, Lehrer für Chemie/Biologie am städtischen Gymnasium Hennef, unter dem Thema „Chemie macht Spaß: Kompetenzorientierte Unterrichtsplanung mit kreativen Low-Cost-Experimenten“ ein methodisch- didaktisches Feuerwerk ab. Gregor von Borstel gründete bereits 2003 das Team „Lebensnaher Chemieunterricht“, das Materialien und Ideen entwickelt, welche exemplarisch zeigen, wie die in den Bildungsstandards beschriebenen Kompetenzbereiche im Chemieunterricht vermittelt werden können. Bereits zu Beginn des Kongresses erhielten die Teilnehmer dazu kleine Boxen mit Materialien, die während des Vortrages zum „Mit-experimentieren“ genutzt werden konnten. Obwohl die beiden Referenten das Zeitkontingent des Vortrages ein wenig überschritten, war doch das Feedback der Teilnehmer, dass man gerne noch länger zugehört hätte.  

Nach der Mittagspause, die auch bereits für den Besuch der Begleitausstellung genutzt werden konnte, erläuterte Reinhard Vetters von der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Löhne das Konzept einer „Service-Agentur“. Hier geht es im Wesentlichen um die Fragestellung, wie zusätzliche Ressourcen insbesondere auch in „Händen und Füßen“ an die Schule gebracht werden können, um die Fachlehrer bei der Abwicklung von Projekten zu unterstützen. Zu seiner Unterstützung hatte Herr Vetters die Vorsitzende der Schülervertretung, Frau Julia Krause, mitgebracht. Frau Krause präsentierte ein soeben beendetes Wasserprojekt, dass - gefördert durch die Rütgers-Stiftung – gemeinsam mit polnischen Schülern bearbeitet worden ist. Dies war eines von vielen Projekten, die an der Bertolt-Brecht-Gesamtschule in Löhne bereits durch eine Service-Agentur in der Abwicklung betreut worden sind.

Als Abschluss des Kongresses gab es wieder traditionell einen Experimentalvortrag,  in diesem Jahr unter dem Titel  „Chemistry and Cinema“. Prof. Dr. Matthias Ducci und  Prof. Dr. Marco Oetken entführten dabei die Lehrerinnen und Lehrer nach Hollywood und stellten zum Beispiel die Frage: "Ist ein Diamant vergänglich?". Eine derartige Fragestellung ergibt sich beispielsweise aus der Szene im Film "Diamantenfieber", als James Bond die Urne eines Diamantenschmugglers erhält, woraufhin die Frage im Raum steht, ob darin tatsächlich noch die Diamanten enthalten sind, die sich im Magen des Schmugglers befanden. Diese und weitere naturwissenschaftliche Fragestellungen erwachsen aus dem Kontext von Spielfilmen und werden im Projekt Chemistry and Cinema (ChemCi) als Verankerung für relevante Themenfelder des Chemieunterrichts genutzt. Mit den daraus abgeleiteten Fragestellungen sollen Schüler kontext- und anwendungsbezogen mit einem hohen experimentellen Anteil naturwissenschaftliche Kompetenzen entwickeln.

 
    Bild: Prof. Dr. Matthias Ducci verbrennt einen "Industriediamanten"

Kontakt für Rückfragen:

Uwe Wäckers

Tel.: 0211 6793144

Mail: waeckers@nrwchemie.de

 

 

  Letzte Änderung: 28.09.2010 © Chemieverbände NRW 2003