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Pressemitteilung

 

23 April 2004

Wirtschaftliche Situation

ermöglicht keine Reallohnsicherung!

 

Düsseldorf, 23.04.2004. In Düsseldorf trafen sich am 23. April die Tarifvertragsparteien für Nordrhein, um in einer ersten Runde über den diesjährigen Tarifvertrag für die ca. 120.000 Beschäftigten der nordrheinischen chemischen Industrie zu verhandeln. Die Forderung der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) nach einer Erhöhung der Tarife um 3,5 Prozent wurde dabei von der Arbeitgeberseite, wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage und dem unsicheren ökonomischen Umfeld, nachdrücklich zurückgewiesen.

 

Die Arbeitgeber betonten, dass sich die wirtschaftliche Entwicklung in NRW seit dem vergangenen Jahr weitaus schlechter darstellt als auf Bundesebene.

 

Die Chemie-Konjunktur in Deutschland stagniert seit drei Jahren und liegt heute mehr oder weniger auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2001. In Nordrhein-Westfalen sieht es leider deutlich schlechter aus, da wir seit 1998 eine zurückgehende Produktion zu verzeichnen haben“, so Klaus Cichowski, Vorsitzender der Tarifkommission des Landesausschusses der Arbeitgeberverbände der Chemischen Industrie von Nordrhein-Westfalen.

Bild:

rechts - Klaus Cichowski

links - Siegfried Wendlandt, Leiter des IG BCE Landesbezirk Nordrhein

Hinzu kommt, dass in den vergangenen beiden Jahren die Tarifabschlüsse nicht den wirtschaftlichen Realitäten entsprachen. Dieses Problem wird auf Landesebene noch durch die im Vergleich zum Bund schlechtere wirtschaftliche Entwicklung verstärkt.

Cichowski: “Die Behauptung im internationalen Wettbewerb, eine mehrjährige Konjunkturflaute, dabei Beschäftigung sichern und die Zahl der Ausbildungsplätze anheben und gleichzeitig von Jahr zu Jahr kräftige Tariferhöhungen bewältigen, das ist schlichtweg ein Ding der Unmöglichkeit“.

 

Nach zwei Jahren realer tariflicher Einkommensverbesserung für die Beschäftigten trotz Dauerflaute in der Branche muss das Tempo der Tarifentwicklung drastisch zurückgenommen werden. „ Die wirtschaftliche Lage und das unsichere weltwirtschaftliche Umfeld lassen für diese Tarifrunde nicht einmal eine Reallohnsicherung zu “ fasste Cichowski die Position der Arbeitgeberseite zusammen.

Die Verhandlungen wurden ohne Ergebnis vertagt und werden voraussichtlich am 6. Mai in Hannover auf   Bundesebene fortgesetzt.

Kontakt:
Chemieverbände NRW
Leiter Kommunikation
Uwe Wäckers
Tel.: 0211 / 67 93 144
Mobil: 0179 / 13 652 52          e-mail: waeckers@nrwchemie.de

 

  Letzte Änderung: 23.04.2004 © Chemieverbände NRW 2003