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Pressemitteilung
21. April 2004
Ausbildungsplatzabgabe
bewirkt weniger Ausbildungsplätze
Düsseldorf, 21.
April. „Die drohende Ausbildungsplatzabgabe wird die
bisherigen und aktuellen Bemühungen der Chemischen Industrie
um mehr Ausbildungsplätze nur zunichte machen“, erklärte
Hans-Jürgen Mittelstaedt, Hauptgeschäftsführer
der Chemieverbände NRW, anlässlich des Wirtschaftspressegespräches
in Düsseldorf. „Dies betrifft sogar schon die Phase
der Einbringung eines Gesetzentwurfes. Es ist zu befürchten,
dass viele Personalverantwortliche zusätzliche Ausbildungsanstrengungen
so lange zurückstellen werden, bis die Details der Regelung
feststehen.“
Beispielhaft auch für
andere Branchen ist der Tarifvertrag „Zukunft durch Ausbildung“
vom Mai 2003, mit dem sich die Chemiearbeitgeber verpflichtet haben,
die Zahl der im letzten Jahr angebotenen Ausbildungsplätze
2004 um den Anstieg der Schulabgängerzahlen von 1,7 Prozent
zu erhöhen.
„Die wirtschaftliche
Lage unserer Branche ist derzeit nicht zum Besten bestellt. Trotzdem
werden wir nach dem derzeitigen Stand der Dinge die mit dem Tarifvertrag
eingegangene Verpflichtung erfüllen können“, meint
Mittelstaedt.
In NRW werden derzeit viele
Modelle realisiert, um auch im Rahmen von Ausbildungsverbünden
die Unternehmen in die Ausbildung einzubinden, welche bislang noch
nicht ausbilden. Nach einer Ausbildungsplatzabgabe wird es jedoch
schwieriger werden, solche Unternehmen zu einer Ausbildung zu motivieren,
die sich auch durch eine Abgabe von der Ausbildungsverpflichtung
„freikaufen“ können.
Letztlich sind bessere Rahmenbedingungen
für die Wirtschaft das beste Rezept für mehr Ausbildung.
„Wenn der Konjunkturmotor wieder besser läuft, wird auch
die Ausbildung gesteigert. Daran sollte die Regierung arbeiten und
nicht versuchen, freiwillige und kooperative Lösungen durch
Zwangsabgaben zu unterbinden. Auch wie in den vergangenen Jahren
werden wir in der Chemie versuchen, alle Kräfte zu mobilisieren,
um der Jugend eine Ausbildungsperspektive zu bieten“, so Mittelstaedt.
Kontakt:
Chemieverbände NRW
Leiter Kommunikation
Uwe Wäckers
Tel.: 0211 / 67 93 144
Fax: 0211 / 67 93 188
Mobil: 0179 / 13 652 52
e-mail: waeckers@nrwchemie.de
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