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Responsible Care

„It's a mentality – a way of thinking.“ Jean Bélanger, Erfinder Responsible Care

Was ist Responsible Care?

Responsible Care ist eine internationale Initiative der Chemischen Industrie. Sie steht für den Willen, die Bedingungen für den Schutz von Gesundheit und Umwelt sowie für die Sicherheit von Mitarbeitern und Nachbarschaft ständig zu verbessern - unabhängig von gesetzlichen Vorgaben.

Das Ziel dieser Bemühungen ist Sustainable Development, zu Deutsch nachhaltige Entwicklung. Dieses soll über den Weg des verantwortlichen Handelns (Responsible Care) erreicht werden.

 

Responsible Care Berichte

Um das Handeln im Punkt Responsible Care transparent und nachvollziehbar zu machen,
berichtet der VCI seit 1996 regelmäßig über die aktuellen Leistungen und Ergebnisse.
Informiert wird über Umweltschutz, Produktverantwortung, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit und Gefahrenabwehr, Logistik, Dialog.
Die Daten basieren auf den Angaben von über 800 Chemiewerken.

Responsible Care Bericht 2005

Über die Fortschritte im Jahr 2005 gibt der Responsible Care Bericht 2005 Ihnen Auskunft.

Download (pdf)

 

 

Ihren Ursprung hatte die Initiative 1985 in Kanada, und erreichte über die USA Europa.
Der VCI bekannte sich bereits 1991 zur Initiative Responsible Care. 1995 verabschiedete die Mitgliederversammlung des VCI das erste Responsible-Care-Programm in Deutschland und schrieb
damit die bereits 1986 bestehenden VCI-Umweltleitlinien zum Schutz von Sicherheit, Gesundheit und
Umwelt fort. 1999 haben sich dann zusätzlich die Mitgliedsunternehmen selbst schriftlich zu den
VCI Leitlinien bekannt.

 

Responsible Care International

Das Wachstum und die Integrität von Responsible Care werden weltweit von dem internationalen Chemieverband ICCA koordiniert.
Die Verbindlichkeit der Initiative wird durch die Festlegung grundlegender Anforderungen für alle beteiligten Unternehmen gesichert. Mittlerweile haben sich 40 nationale Chemieverbände dem Responsible Care-Programm angeschlossen.
Auf den Webseiten des Chemie-Weltverbandes ICCA erhalten Sie weitere Informationen in englischer Sprache: mehr...

 

Sustainable Development

Sustainable Development ist eine Leitvorstellung für nachhaltige Entwicklung.
Sie soll wirtschaftliche, ökologische und soziale Gegebenheiten im Gleichgewicht halten.

Hierbei sollten folgende globale Probleme
berücksichtigt werden:

die Begrenztheit natürlichen Ressourcen
die begrenzte Belastbarkeit natürlicher Ökosysteme
das Wachstum der Weltbevölkerung
die Unterversorgung großer Teile der Weltbevölkerung

Verabschiedet in Rio de Janeiro 1992 von
178 Staaten dieser Erde.

 

European Responsible Care Award

Nach geglückter Premiere schreibt der europäische Chemieverband Cefic für 2006 den 2. European Responsible Care Award aus. Mit dem Award würdigt Cefic herausragende und innovative Beispiele für die Umsetzung der internationalen Responsible-Care-Initiative (RC) der chemischen Industrie.
Der Preis ging im vergangenen Jahr an eine Gruppe von fünf Unternehmen, die in Portugal eine Gemeinschaftsanlage bauten.
Beiträge von Unternehmen müssen bis zum 30. Juni 2006 eingereicht sein. mehr...

 

Umweltmanagementsysteme und Öko-Audit

Umweltmanagementsysteme
In der Chemischen Industrie sind die Abfälle und Emissionen in den vergangenen Jahren im Verhältnis
zu den deutlich gestiegenen Produktionsmengen weiter zurückgegangen. Dazu beigetragen haben Umweltmanagementsysteme. Die Chemische Industrie verfolgt seit langen Jahren dieses Konzept des
integrierten Umweltschutzes, d.h. die Vermeidung von umweltrelevanten Emissionen schon während
des Produktionsprozesses.

Konzept
Bereits bei der Planung neuer Produktionsanlagen beginnt das Nachdenken über die Verringerung von
Emissionen und die Vermeidung von Abfällen. Es setzt sich fort in der Auswahl umweltfreundlicher Rohstoffe,
der Entwicklung und Anwendung umweltschonender Produktionsverfahren, der Herstellung umweltverträglicher Produkte, einer sinnvollen Reststoffbehandlung und der Auswahl von sicheren und möglichst wenig belastenden Transportverfahren. Das Konzept hat sich bewährt.

Istrumente
Moderner Umweltschutz bedient sich moderner Instrumente – wie Managementsystemen.
Die Chemische Industrie hat als eine der ersten Branchen freiwillig diese Instrumente aufgegriffen
und heute einen hohen Stand an Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagementsystemen erreicht.
Sie steht in NRW und Deutschland mit den meisten umgesetzten EMAS-Systemen bzw. allen gemäß
EG-Öko-Audit-Verordnung registrierten Standorten an der Spitze. Gleiches gilt auch für die Einführung
von Umweltmanagementsystemen auf Basis der internationalen Norm DIN EN ISO 14001.

Nutzen
Wesentlicher Nutzen eines funktionierendes Umweltmanagementsystems ist die Einhaltung der
umweltbezogenen Rechtsvorschriften flächendeckend und dauerhaft sicherzustellen. Zudem werden die betreibereigenen Kontrollmechanismen durch weitere systematische Überprüfungen (Audits) ergänzt und
eine kontinuierliche Verbesserung der umweltschutzbezogenen Leistungen erreicht.
Punktuelle Kontrollen durch externe Stellen, wie zum Beispiel Behörden, können dagegen die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben nur stichprobenartig und im betreffenden Zeitraum überprüfen.

Funktion des VCI
Managementsysteme sind flexibel und müssen daher kontinuierlich angepasst werden.
Damit die Managementsysteme der Mitgliedsunternehmen den heutigen und zukünftigen Ansprüchen
genügen, hat der VCI Landesverband Nordrhein-Westfalen entsprechende Arbeitskreise eingerichtet
und bietet zusätzlich Einzelveranstaltungen und Workshops an.
Die Wirksamkeit und Effizienz der Umweltmanagementsysteme zeigt sich in einem konsensorientierten Umweltschutz und partnerschaftlicher Problemlösung. Das Ziel hierfür sollte sein, die anspruchsvollen Umweltstandards mit minimalem Aufwand für Unternehmen und Behörden zu gewährleisten.
Die Chemische Industrie hat durch freiwillige Managementsysteme einen wichtigen Beitrag hierfür geliefert.

Bundesländer
Beispiele anderer Bundesländer zeigen, dass jenseits des Ordnungsrechtes in Form entsprechender Vereinbarungen, Potential für mehr Umweltschutz und partnerschaftliches Vorgehen besteht.
In diese Richtung sollte auch NRW gehen. Der VCI NRW bietet dazu seit Jahren seine Dialogbereitschaft an.