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„ Länger arbeiten – aber wie? Zukunftsfähige Arbeitszeitmodelle für alternde Belegschaften “


Düsseldorf, 12. November 2007


Vor rund 150 Teilnehmern haben am 09.11.2007 Repräsentanten aus Unternehmen, Wissenschaft und Betriebsräten bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Chemie Arbeitgeber NRW, der IGBCE und des NRW-Arbeitsministeriums zum Thema „ Länger arbeiten – aber wie? Zukunftsfähige Arbeitszeitmodelle für alternde Belegschaften “ diskutiert.


Wissenschaftlich wurde das Thema von den Professoren Ilmarinen und Knauth beleuchtet. Dabei erläuterte Professor Ilmarinen vom Finnischen Institut für Arbeitsmedizin in Helsinki, wie Finnland es schafft, rund 55 % der über 55-Jährigen zu beschäftigen. Neben einer Rentenreform ging es dabei um systematische, von Wirtschaft und Staat verfolgte Strategien zum Erhalt und zur Förderung der Arbeitsfähigkeit. Er verdeutlichte, dass ein langfristiger Erhalt der Arbeitsfähigkeit nur möglich ist, wenn Kompetenzentwicklung, Gesundheits- und Motivationsförderung sowie die Gestaltung der Arbeitsorganisation und der Arbeitszeit im Gesamten betrachtet wird.


Professor Knauth ging im Anschluss daran sehr praxisnah auf die alters- und lebensphasenbezogenen Arbeitszeitmodelle ein. Er empfahl eine starke Individualisierung der Arbeitszeitgestaltung. Die Arbeitszeitgestaltung sollte für die älteren Mitarbeiter schon in frühen Berufsphasen beginnen und in Kombination mit anderen Maßnahmen, wie z.B. das Führungsverhalten, die Qualifizierung, die Arbeitsorganisation und die Gesundheitsförderung betreffen, erfolgen.


Nach den Vorträgen schloss sich eine Podiumsdiskussion mit Vertretern von Evonik , Bayer und Continental und den beiden Professoren an. Thema waren u. a. Langzeitkonten, Lebensarbeitszeiten, 5 – Schicht – Modelle, gesundheitsfördernde Maßnahmen und Qualifizierungsmaßnahmen.





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