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Lehrerkongress der Chemieverbände NRW am 15. November 2004

Düsseldorf, 16.11.2004

Düsseldorf (wae). Für einen Tag tauschten über 500 Chemie- und Biologielehrerinnen und /–lehrer die Rollen mit ihren Schülern und informierten sich auf dem zwölften Lehrerkongress der Chemieverbände NRW über die Themen Agrarchemie,  Fotografie und einfaches experimentieren mit Supermarktprodukten. Der Tag stand ganz im Zeichen des Experimentes, was in diesem Jahr durch zwei Experimentalvorträge deutlich wurde. Im Rahmen der Ausstellung „Markt der Möglichkeiten“ wurden naturwissenschaftliche und zukunftsweisende Themen dargestellt und durch Informationsstände nordrhein-westfälischer Chemieunternehmen unterstützt.

In der Begrüßung erläuterte Dr. Michael Schulenburg, Vorstandsvorsitzender des VCI NRW, die aus Sicht des Verbandes notwendigen bildungspolitischen Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige Chemieindustrie und betonte hierbei auch die wichtige und notwendige Zusammenarbeit von Schule und Industrie. Schließlich rekrutiert die Chemische Industrie den notwendigen Nachwuchs aus den Schülern, die bereits in der Schule für chemische Fragestellungen begeistert wurden. Zudem machte er die Förderanstrendungen der Chemischen Industrie am Beispiel des Fonds der Chemischen Industrie deutlich und betonte, dass diese Anstrengungen auch in den nächsten Jahren nicht nachlassen werden.

 

Im Anschluss begrüßte Ute Schäfer, Ministerin für Schule, Jugend und Kinder in NRW, die zahlreich erschienenen Lehrerinnen und Lehrer und bedankte sich bei Dr. Schulenburg, stellvertretend für die Anstrengungen der Chemischen Industrie um die Bildung im Bereich der Naturwissenschaften. Im Grußwort und der anschließenden Diskussion machte die Ministerin deutlich, dass es derzeit sicher Licht und Schatten im Schulsystem gibt, aber man auf einem guten Weg ist, zu einem effizienteren und flexibleren System zu gelangen. Sie betonte hierbei, dass es einerseits mehr Verantwortung für die Ausgestaltung der Lehrpläne seitens der Schulleitungen geben wird, andererseits aber auch erwartet wird, dass sich die Lehrer den anstehenden Veränderungsprozessen stellen und nicht von vornherein ablehnend verhalten. Als Beispiel wurde in diesem Zusammenhang über das fächerübergreifende Fach Naturwissenschaften diskutiert, dass im Bereich der Jahrgangstufen 5 und 6 die Fächer Chemie, Biologie und Physik verbinden wird.

Als erster Referent begeisterte Prof. Günter Trolldenier die Teilnehmer mit einem Experimentalvortrag zum Thema "einfache Experimente zur Agrikulturchemie". Anschaulich verdeutlichte Prof. Trolldenier mit seinen einfachen Vorführungen und mitgebrachten Exponaten, welche chemischen Prozesse auch in der Natur - speziell in Böden und Pflanzen - ablaufen.

Nach der Mittagspause erläuterte Dr. Joachim Lohmann, ehemaliger Forschungsleiter von AGFA (Leverkusen) und Autor der Folienserie Fotografie, die Silberfotografie und die Bildbearbeitung chemisch, digital und visuell. Die Teilnehmer erhielten auf CD die Unterrichtsmaterialien zum Thema Fotografie, so dass auch einem Einsatz der gezeigten Folien für den eigenen Unterricht nichts mehr im Wege steht.

Den Abschluss und Höhepunkt des diesjährigen Kongresses bildete der Experimentalvortrag von Prof. Dr. Georg Schwedt, TU Clausthal, zum Thema "einfache Experimente mit Supermarkt- und Baumarktprodukten".

Mit einfachsten Mitteln führte er zahlreiche Experimente vor, die auch im Schulunterricht gemeinsam mit den Schülern nachvollzogen werden können. Dabei ging es um Themen wie das Entfärben oder die Überprüfung von Safran auf seine Reinheit. Als Grundsatz galt nur, dass die verwendeten Substanzen und Behältnisse im Supermarkt oder Baumarkt beschaffbar sind und dies ohne großen finanziellen Aufwand. Gerade in der heutigen Zeit, wo es bei den finanziellen Mitteln von Schulen oft sehr eng aussieht, konnten die Teilnehmer viele gute Anregungen bekommen, wie man den experimentellen Unterricht auch einmal anders ausgestalten kann.

 

 

Kontakt:


Uwe Wäckers

Chemieverbände NRW
Leiter Kommunikation


Tel.: 0211 / 67 93 144
Mobil: 0179 / 13 652 52 e-mail: waeckers@nrwchemie.de

 

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