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PRESSEMITTEILUNG

Düsseldorf. 16. August 2006

 

       Treffen von Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Landesregierung

NRW plant landesweites Cluster zur industriellen Biotechnologie – Chemieunternehmen Degussa, Bayer und Henkel übernehmen Themenfindung
 
Wirtschaft, Wissenschaft und Landesregierung in Nordrhein-Westfalen gehen im Wettbewerb um den besten Standort für industrielle Biotechnologie in die Offensive. 50 Unternehmer, Wissenschaftler sowie Vertreter der Regionen und Industrie- und Handelskammern haben bei einem Treffen in Düsseldorf ein bislang einmaliges Projekt angeschoben: die Bündelung sämtlicher in NRW vorhandenen Kompetenzen auf dem Gebiet der industriellen Biotechnologie. Zu dem Treffen eingeladen hatten der Verband der Chemischen Industrie (VCI NRW), das Innovationsministerium und die Region BioRiver.
 
Als Ziel wurde vereinbart, ein thematisch ausgerichtetes, überregionales Cluster zu bilden, das „als Gravitationsschwerpunkt nationale sowie europäische Partner und Kompetenzen anziehen“ soll. Wesentliches Kriterium für den Erfolg der gemeinsamen Offensive ist, dass das Cluster sich sowohl für die Förderprogramme des Bundes als auch für die der EU als förderungswürdig erweist. Daher werden in einem ersten Schritt unter der Führung der drei großen Chemieunternehmen Degussa, Bayer und Henkel Themenfelder identifiziert, in denen NRW eine wettbewerbsfähige Kompetenz in Wirtschaft und Wissenschaft aufzuweisen hat. In einem zweiten Schritt wird in Kürze ein Projektteam gebildet, dem Vertreter der Industrie, der kleinen und mittleren Unternehmen und der Wissenschaft angehören.
 
Die Themenfelder, die es jetzt zu identifizieren gilt, werden auch den kleineren Unternehmen und der Wissenschaft mehr Klarheit liefern, in welchen Bereichen Kooperationen zwischen chemischer Industrie, Biotech-Unternehmen, Lehrstühlen und Forschungsinstituten möglich und sinnvoll sind. „Wir müssen diejenigen Felder herausstellen, die Zukunftsperspektive haben und in denen wir für Kooperationspartner auch außerhalb Nordrhein-Westfalens interessant sind“, sagte Hans-Jürgen Mittelstaedt, Geschäftsführer des VCI NRW.
 

„Kreativität freisetzen und Kräfte bündeln – dieser Ansatz unserer Innovationspolitik spiegelt sich hier beispielhaft wider“, sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Er betonte, dass sich erstmals in einem zentralen Zukunftsfeld alle Akteure – große wie kleine Unternehmen, Wissenschaftler wie Regionalvertreter – von Beginn an in einem gemeinsamen Projektteam zusammenschließen. „Alle haben gemeinsam den Startschuss dafür gegeben, NRW im Bereich der industriellen Biotechnologie nach vorne zu bringen; alle möchten ihre Stärken einbringen. Das stimmt mich sehr optimistisch“, sagte Pinkwart im Anschluss an das Treffen.

 

Bei Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Uwe Wäckers
Chemieverbände NRW
Leiter Kommunikation